Fototouren

Frankreich

Luxemburg

Deutschland

Baureihen


BR 140

 

BR 151

 

BR 181

 

BR 290

 

 

 

 

2011

Bild anklicken

 

 

 

2012

Bild anklicken

Baureihe 140

In den 1950ern begann die damalige Deutsche Bundesbahn damit, ihr Streckennetz in großem Maße zu elektrifizieren. Der Fuhrpark an E-Loks umfasste jedoch erstens viel zu wenige Loks; zweitens waren diese allesamt zu alt und entsprechen längst nicht mehr dem
Stand der Technik. Um dem Bedarf an E-Loks nahezukommen, entstand so eine überaus große (gemessen an der Anzahl der Fahrzeuge) Lokfamilie, sogenannte Einheitslokomotiven.
Unter diesem Namen sind die Loks auch heute noch bekannt, wenngleich es mittlerweile andere große Lokfamilien gibt, die ebenfalls nach einem Baukastenprinzip gestaltet und daher ebenso einheitlich sind (z.B. die Traxx-Lokfamilie).
Beschafft wurden insgesamt rund 2000 Einheits-Elektrolokomotiven, wozu auch die
Baureihe E40 gehörte, die mit 879 gebauten Exemplaren die mit Abstand zahlreichste Lok innerhalb dieser Familie ist. Dieser großen Zahl entsprechend dauerte die Auslieferung
über fünfzehn Jahre (1957 - 1973), wobei sich die Bauserien mitunter deutlich voneinander unterscheiden,  z.B. aufgrund der Lampen (Einfach-, Doppellampen), der Traktionsfähigkeit (Einfach-,Doppeltraktionsfähigkeit),der Stromabnehmer (Einholm-, Scherenstromabhnehmer) und vielem mehr. Konstruiert wurde die Baureihe E40 (später als BR 140 bzw. 139 bezeichnet) in erster Linie für den mittelschweren Güterverkehr, auch wenn die Loks - wie fast jede andere Baureihe auch - zunächst mehr oder weniger universell eingesetzt wurden. Der Einsatz vor Personenzügen war daher lange Zeit lang nichts Außergewöhnliches; erst im Zeitalter der DB AG wurde die Baureihe 140 wie alle anderen Loks einem bestimmten Geschäftsbereich bzw. Einsatzzweck zugeordnet, sodass nun Einsätze außerhalb des Güterverkehr - insbesonere ab etwa 2001 - eine Ausnahme bildeten. Die DT-fähigen Loks der letzten Bauserien kamen/kommen vor allem im schweren Güterverkehr in Doppeltraktion zum Einsatz. Alle 879 Loks wurden in der seinerzeit aktuellen Farbgebung für Güterzug-Eloks, (chromoxid-)grün ausgeliefert; später kamen die Lackierungsvarianten ozeanblau-beige (1970er), orientrot (1980er) und verkehrsrot (1990er Jahre) hinzu; die erst in den letzen Jahren an verschiedene Privatbahnen verkauften Loks tragen teils bunte Lackierungen.
Im Saarland waren die "Vierziger" mit Beginn der flächendeckenden Elektrifizierung der wichtigen Hauptstrecken alltäglich (ebenso die anderen Einheits-Eloks der BR 110, 141 und 150), zumal das Bw Saarbrücken die Loks auch bis 2001 beheimatete. Während bis zu Beginn des 21. Jahrhundertes über Jahre hinweg immer nur nach und nach einzelne Loks aus dem Bestand ausschieden, begannen ab 2001 einige große Ausmusterungswellen - allerdings auch parallel zu Hauptuntersuchungen, die sich sogar bis in die jüngste Vergangenheit hingezogen haben. Aktuell (2015) befinden sich jedoch nur noch wenige Loks bei der DB in Betrieb (ca. 50), sodass die Anzahl der "privaten" 139ern/140ern derzeit sogar leicht überwiegt. Ersetzt wurden die Loks (bei der DB) vorrangig durch die zahlenstärkste Neubaulok, der Baureihe 185. Auch wenn die Loks schon lange nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik sind, zeugt der Einsatz seit über 50 Jahren (einige wenige Loks sind sogar wirklich seit über 50 Jahren im Einsatz!) von der gelungenen Konstruktion und der Robustheit dieser Lokomotiven.