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Baureihen


BR 140

 

BR 151

 

BR 181

 

BR 290

 

 

 

 

2011

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2012

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IC-Verkehr 2015

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Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs in den Fünfzigern und Sechzigern im Bereich der Deutschen Bundesbahn das elektrifizierte Streckennetz kontinuierlich an.
Auf etlichen grenzüberschreitenden Strecken Richtung Frankreich, Belgien und Luxemburg
bestand somit ein Bedarf an geeigneten Mehrfrequenzloks, sofern die ausländischen Abschnitte ebenfalls elektrifiziert waren.
Erste Erfahrungen sammelte die Bundesbahn mit der Baureihen E 320/182 (alt) [drei Loks] und E 344/183 (eine Lok) in den frühen 1960ern. Die vier Loks kamen aber nicht über den
Status von Prototypen hinaus, beeinflussten aber wiederum die Entwicklung einer völlig neuen Mehrfrequenz-/Mehrsystemlok (die E320/344 basierte auf den Einheitslok E 40 & Co.),
der Baurreihe E 410/184. Doch auch diese - 5 Exemplare - wie auch die ersten 181 - 4 Exemplare, schafften es nicht zu großen Stückzahlen, sondern nur zu "Einzelstücken": Die gerade mal neun Loks bildeten gleich vier Unterbaureihen (184.0, 184.1 und 181.0, 181.1). Erst gegen Mitte der Siebziger war die Technik dann so ausgereift, dass es zu einer Serienproduktion reichte - die dann allerdings auch nur aus 25 Maschinen bestand und
zwischen 1974 und 1975 auf die Schienen kam. Dabei wurden 181 201 bis 210 in blauer und 181 211 bis 225 in blau-beiger Farbgebung ausgeliefert, da die Bundesbahn damals gerade ein neues Farbschema eingeführt hatte. Später kamen dann die Farben Orientrot und Verkehrsot hinzu. Die 181er gehörte dabei lange Zeit zu den buntesten Baureihen der DB, da selbst bis weit in die "Nullerjahre" alle vier Farbgebungen in jeweils mehr oder weniger großer Zahl vertreten waren. Aktuell (Februar 2015) ist nur noch die 181 201 in blau aktiv; die anderen sieben Loks sind verkehrsrot.
Heimat-Bw aller 181er (181.0, .1, .2) war von Anfang an Saarbrücken; die Serienloks wurden 2004 an das Bw Frankfurt (Main) abgegeben. Haupteinsatzgebiet war ab 1974 naturgemäß der Einsatz auf den elektrifizierten Strecken von und nach Frankreich und Luxemburg, und zwar vor allen Zuggattungen (Güter-, Regional-, Schnell-, Nacht-, IC-/EC-Züge u.a.). In Deutschland kamen/kommen die Loks vor allen in den Bundesländern Saarland, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen zum Einsatz. Der planmäßige Einsatz vor Güterzügen endete im Jahre 2005. Außerplanmäßig kommen die Maschinen aber nach wie vor vor Gz zum Einsatz, allerding seltener und dann fast nur im Raum Saarbrücken. Durch den Wegfall zahlreicher jahrelanger Stammleistungen in den letzten Jahren - in jüngster Vergangenheit z.B. die ICs auf der Moselstrecke nach/aus Luxemburg - ist der Bedarf in den letzten Jahren sehr gesunken, sodass derzeit weniger als zehn Loks im Einsatz sind. Zudem sind Einsätze im Ausland - wofür die Loks ja eigentlich beschafft wurden - kaum noch vorhanden. Ohnehin verfährt die DB AG bei der Baureihe 181.2 bereits seit Jahren ohne echten Plan, denn zwischen 2003 - damals wurde 181 217 als erste Lok ausgemustert und sogleich verschrottet - und heute (2015) gab es von Abstellungen, Verschrottungen, mehrmaligen Z-Stellungen und Reaktivierungen, Auslaufuntersuchungen, Hauptuntersuchungen und der Herrichtung in den Ursprungszustand inklusive Neulack in Blau (181 201) so ziemlich alles... Erwähnenswert ist noch, dass vier Loks mit Taufnamen ausgestattet wurden: 181 211 "Lorraine" (Lothringen), 181 212 "Luxembourg", 181 213 "Saar" und 181 214 "Mosel" - die vier Namen deuten auf wichtige Einsatzräume der Loks hin.